Datensicherung ist Chefsache

04. Jun 2019 
Es muss auch dafür gesorgt werden, dass die Datensicherung gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.
Es muss auch dafür gesorgt werden, dass die Datensicherung gegen unbefugten Zugriff geschützt ist.

Erfahrungsgemäss sind viele Unternehmen der Meinung, sie hätten ein gutes, funktionierendes Backup. Doch weit gefehlt! Es mangelt häufig an der gebotenen Sorgfalt – einige überaus wichtige Dinge in Sachen Backup werden fatalerweise vergessen! Und das, obwohl die Folgen von Datenverlust verheerend sein können. Worauf Unternehmen achten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Kennzeichen eines guten Backups

Was viele unter dem Begriff Backup verstehen: Das regelmässige, manuell oder automatisch ausgeführte Kopieren von Daten von einem auf einen anderen Datenträger. Klingt erst mal nicht schlecht. Doch Vorsicht, einige essentielle Dinge fehlen bei diesem Begriffsverständnis! Denn ein solcher Vorgang ist keineswegs als Datensicherung einzustufen.

Was Sie also beachten sollten:

1. Aufbewahrungsort des Mediums/Datenträgers

Leider werden Daten allzu oft nur von einer Festplatte auf ein anderes Medium kopiert, welches im selben Brandabschnitt aufbewahrt wird. Und genau hier liegt der Fehler! Das Sicherungsmedium muss unbedingt nach der Sicherung in einen anderen Brandabschnitt transportiert werden. Dies könnte zum Beispiel der Geschäftsführer übernehmen, indem er, wenn er abends das Büro verlässt, das Sicherungsmedium mit nach Hause nimmt und dort sicher verwahrt.

2. Überprüfung durch kompetentes Personal

Eine gute Datensicherung in Unternehmen sollte automatisch und regelmässig erfolgen. Allerdings kommt auch diese nicht ohne menschliche Überwachung aus! Die Vollständigkeit des Backups muss regelmässig durch einen Administrator kontrolliert werden. In der Regel sollte dies täglich geschehen, da erfahrungsgemäss kaum ein Unternehmen einen Datenverlust von mehr als einem Tag leichtfertig in Kauf nehmen kann.
Neben der täglichen Kontrolle, ob das Backup zuverlässig läuft, sollten Sie auch in regelmässigen Abständen Wiederherstellungstests durchführen und damit überprüfen, ob das Backup wie erwartet funktioniert. Viele der am Markt befindlichen Backup-Lösungen bieten ausserdem die Funktion, automatisiert Wiederherstellungstests durchzuführen. Konfigurieren Sie einfach diese Funktion, und kontrollieren Sie das Ergebnis.

3. Zugriffskontrolle

Als Alternative zum herkömmlichen Backup empfiehlt sich ein Online-Backup mit einem lokalen Datenspeicher in Kombination mit einem Rechenzentrum. Dabei werden Ihre Daten initial auf einer lokalen NAS-Festplatte gesichert und anschliessend in ein Rechenzentrum hochgeladen. Das Vorhalten der Daten auf einer lokalen NAS-Festplatte garantiert einen schnellen Restore auch ohne schnelle Internetanbindung.
Die zusätzliche Sicherung in Schritt zwei, ins Rechenzentrum, beugt dem Ausfall bzw. der Beschädigung der lokalen Festplatte vor. Das Rechenzentrum stellt somit Ihre Absicherung gegen den Verlust der lokalen Datensicherung dar. Abhängig von Anbieter und Preis wird das Rechenzentrum dann noch mal in einen zweiten Brandabschnitt gespiegelt und ggf. zusätzlich nochmal auf Band gesichert. Damit sind Ihre Daten an vier Orten gleichzeitig gespeichert.

Fazit: Checken Sie Ihre Datensicherung!

Überprüfen Sie, ob Ihre Datensicherung diesen Punkten gerecht wird:
  • Wird mein Backup täglich kontrolliert?
  • Ist meine Datensicherung gegen unbefugten Zugriff geschützt?
  • Ist meine Datensicherung sicher verwahrt?
  • Wie schnell habe ich meine Daten im Schadensfall wieder zurück?